Die Klassikklasse


Biographie von Johann Caspar Goethe
18. Dezember 2009, 08:00
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Leben

– geboren am 29. Juli 1710 in Frankfurt am Main
– besuchte von 1725 – 1730 das Casimirianum in Coburg
– ab 1730 Jurastudium in Gießen und ab 1731 in Leipzig
– 1739 wurde er wiederum in Gießen zum „Doktor beider Rechte“ promoviert
– anschließend arbeitete er am Reichskammergericht in Wetzlar
– 1740 Bildungsreise nach Italien und schrieb darüber ein Reisebuch in italienischer Sprache („Viaggio per l’Italia)
– Ende 1741 Rückkehr nach Frankfurt am Main
– Übernahme des angestrebten politischen Amtes in seiner Vaterstadt blieb ihm verwehrt (Halbbruder, Hermann Jacob, schon Mitglied im Rat)
– 16. Mai 1742 Erwerb für ca. 300 Gulden den Titel eines „Wirklichen Kaiserlichen Rathes“
– lebte fortan als Privatmann
– 20. August 1748 Heirat mit Catharina Elisabeth Textor
– 25. Juni 1749 Erwerb des Frankfurter Bürgerrechts
– fortan widmete er sich ausschließlich seinen privaten Studien, dem Aufbau einer Sammlung von kostbaren Büchern und Kunstwerken und der Erziehung seiner Kinder
– gestorben am 25. Mai 1782 in Frankfurt am Main
– hinterließ seinem Sohn ein Vermögen von rund 90.000 Gulden

Wirken

– in der Literatur wird Johann Caspar Goethe meist als ordnungsliebender und protestantisch-steifer Pedant beschrieben
– diese Charakterisierung wird ihm wahrscheinlich nicht gerecht
– sicher ist, dass er ein ungewöhnlich gebildeter Mensch mit sehr vielseitigen Interessen war
– seine Sammlung zeitgenössischer Malerei, sein Naturalienkabinett und seine Bibliothek von über 1500 Bänden zeigen dies sehr deutlich
– er führte außerdem einen gastfreundlichen Haushalt und war aufgeschlossen gegenüber den gesellschaftlichen und kulturellen Entwicklungen seiner Zeit
– obwohl ihm sein beachtliches Vermögen wirtschaftliche Unabhängigkeit verlieh, sah er sich als sozialen Außenseiter
– seinen politischen Ehrgeiz konnte er nicht verwirklichen
– aus der Aristokratie Frankfurts, dem Patriziat (Angehörige der Oberschicht), blieb er ausgeschlossen, obwohl er als kaiserlicher Rat formal gleichrangig war
– dies erklärt vielleicht den Ehrgeiz, mit dem er den Lebensplan für seinen Sohn, Johann Wolfgang Goethe, entwarf
– ihm sollte der endgültige gesellschaftliche Aufstieg gelingen, der dem Vater noch verwehrt blieb

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